Gehmeditation überall

Wir wollen für Sonntag, den 10.05. von 11:00 Uhr  bis 12:00 Uhr wieder zur öffentlichen Gehmeditation einladen. Jede Frau, jeder Mann ist willkommen und herzlich eingeladen, sich mit achtsamen Schritten im Hier und Jetzt zu verankern und ihre/seine Lebensfreude zu nähren.

Wir treffen uns alle zur gleichen Zeit an den verschiedensten Orten – dort , wo Ihr Euch wohlfühlt und Ihr ganz präsent sein könnt. Das kann der Nordpark sein, die Hundewiese an der Promenade, am  Obersee oder auch im eigenen Garten. Falls Ihr einander begegnen solltet, beachtet bitte die Hygiene-Regeln.

Wir bitten Euch, zu Beginn um 11:00 Uhr für drei Minuten innezuhalten, Euch mit allen anderen Menschen zu verbinden, die an unserer Gehmeditation teilnehmen und in die Stille zu gehen.

Es folgt die eigentliche Gehmeditation, auf die Ihr Euch mit dem im Anhang beigefügten Text einstimmen könnt. Danach gibt es nichts zu tun, außer zu gehen und dabei präsent zu sein für all das, was ist.

Um 12:00 Uhr endet die Gehmeditation mit einem inneren Dank an alle Teilnehmer*innen.

Sobald die aktuellen Regelungen es erlauben, werden wir wieder zu einem gemeinsamen Treffpunkt für alle einladen. Dann können wir uns auch wieder gegenseitig mit unserer körperlichen Nähe stützen und nähren.

Zusammen-Raum

Wenn man zusammen in der Stille sitzt,
so übt natürlich jeder ganz für sich in seiner Weise.

Aber doch ist da dieser Zusammen-Raum der eine besondere Kraft und Sammlung wirkt.

Kann man wahrnehmen und zulassen
wie das Üben der anderen einen selbst unterstützt?

Was tun sie eigentlich dafür?

Sie tun möglichst nichts.

Sie sitzen nur da in ihrer Stille.
Das tun sie für mich.
So wie ich, indem ich hier sitze in meiner Stille,
da bin für sie.

Eigenartig, dass wir nicht
immer und überall erkennen,
wie jedes Dasein das Dasein von jedem unterstützt!

Dass wir nicht immer erkennen
den Zusammenraum.

Silvia Ostertag

Liebe Freund*innen – auch wenn wir gerade nicht physisch zusammensitzen: Wir sind da. Und werden uns treffen – wer mag, kann am 15.4.2020 um 18 Uhr für 30 Minuten in Stille sitzen, sich mit den anderen verbinden, vielleicht einen kleinen Text vorher lesen, rezitieren…

Geh-Meditation

Nimm meine Hand. 

Wir wollen gehen. 

Wir werden einfach nur gehen. 

Wir werden unseren Weg genießen 

ohne daran zu denken, irgendwo anzukommen. 

Gehen in Frieden. 

Gehen mit Freude. 

Unser Gehen ist ein Weg für den Frieden. 

Unser Gehen ist ein Weg zur Freude und zum Glück. 

Dann lernen wir, 

dass es keinen Weg zum Frieden gibt,

keinen Weg zur Freude und zum Glück, 

dass das Gehen selbst das Glück ist und die Freude. 

Wir gehen für uns. 

Wir gehen für alle, 

immer Hand in Hand.

Geh und berühre den Frieden in jedem Moment. 

Geh und berühre das Glück und die Freude in jedem Moment. 

Jeder Schritt bringt eine frische Brise. 

Jeder Schritt lässt unter unseren Füßen eine Blume blühen. 

Küss die Erde mit deinen Füssen. 

Schenk der Erde deinen Abdruck der Liebe und Freude. 

Die Erde wird sicher sein, 

wenn wir genügend Sicherheit in uns verspüren.

Thich Nhat Hanh

Diesen Text lasen wir vor dem achtsamen Gehen im März.

Sehen was ist

Der Vipassana-Lehrer James Baraz im Gespräch mit Sabine Jaenicke, Auszüge  in: Buddhismus Aktuell 2020/01

Der Buddha lehrte, jeden Tag darüber zu kontemplieren, dass wir alt werden, krank werden und sterben, dass wir von allem und jedem getrennt werden, was uns lieb und teuer ist, und dass wir die Besitzerinnen und Besitzer unseres Karmas sind. Er riet uns, dies täglich zu tun, nicht um uns zu deprimieren, sondern damit wir uns an die Wahrheit gewöhnen und wertschätzen, was wir bereits haben.

Das Gleiche gilt, wenn wir uns für den Klimawandel öffnen. Wir müssen der Wahrheit klar und mit Gleichmut begegnen, damit unser mitfühlendes Handeln und unsere tiefe Fürsorge für diesen Planeten von einem weisen, effektiveren Ort in uns kommen. ……

Unser Überleben wird davon abhängen, dass die Menschheit sich der Situation bewusst wird und so geschickt wie möglich mit ihr umgeht. Obwohl dies die schlimmste Situation ist, mit der die Menschheit jemals konfrontiert war, hat sie auch das Potenzial, uns zu einer neuen, nie dagewesenen Bewusstheit erwachen zu lassen. … Ich  sehe  unsere Aufgabe darin, so viel Bewusstsein wie möglich in die Welt zu bringen. Denn genauso wie Angst und Hass ansteckend sind, sind auch Bewusstheit und Liebe ansteckend.

Dieser Text wurde vor der Meditation im Februar vorgelesen – Irene Below von der Stadtpraxis Bielefeld stellte ihn vor.

Die nächsten Termine im März

Link: Alle Termine und Orte

Gehmeditation im Nordpark

Treffpunkt ist neben dem Park-Café., am 8.3.2020 um 11 Uhr

Wir haben das Müll-Sammeln bei der Geh-Meditation im letzten Monat als sehr bereichernd erlebt, ermöglichte es uns doch, unserer Verantwortung für das Wohlergehen von Mutter Erde in einer konkreten Handlung Ausdruck zu geben. Außerdem war unsere Tätigkeit Auslöser für mehrere interessante Gespräche über unsere Achtsamkeitspraxis mit anderen Park-BesucherInnen.

Daher möchten wir das Müllsammeln als Achtsamkeitspraxis auch am kommenden Sonntag praktizieren. Bringt also bitte Handschuhe und Müllsammelbeutel mit!

Nach der Gemeditation und dem achtsamen Müll-Sammeln ist Zeit für ein Zusammensein im Café. Wir freuen uns auf unser gemeinsames Gehen und Müll-Sammeln.

Meditation für Verbundenheit mit allen Lebewesen

Am 11.3. um 18 Uhr in de Ravensbergerstr. 12a

Zwei stille Meditationen, dazwischen achtsames Gehen – es sind weder Vorkenntnisse noch Meditationserfahrung notwendig, Sitzkissen, Decken und Stühle sind vorhanden.

Wir beginnen die Meditation mit einem einleitenden Text aus einer Weisheitstradition, der im Zusammenhang mit der Klimafrage spirituell inspirieren kann.

Link: Alle Termine und Orte

Ich heiße Dich willkommen

mit all deinen Freuden und Sorgen,
mit all deinen Unvollkommenheiten und Empfindlichkeiten,
mit all deiner Ungeduld, Unruhe und Langeweile,
mit deinen Ungereimtheiten,
mit all den Momenten, in denen du unzufrieden bist mit der Welt
und unzufrieden mit dir selbst.

Ich heiße dich willkommen
mit all deiner Sehnsucht und deinen Stärken
und all den Momenten, in denen dir die Kraft fehlt,
dein Leben voll anzunehmen,
mit all dem, das du an Gutem und Sinn in dieses Leben gibst
und all den Momenten, wo dir dieses Leben ungut und sinnlos vorkommt.

Ich heiße dich willkommen
mit all deiner Stärke von Achtsamkeit
und all den Momenten von Unachtsamkeit.

Diesen Text lasen wir als Einstimmung vor der letzten Verbundenheitsmeditation.
Ein Text aus dem Menla-Training.

Am Mittwoch. 12.02.2020 um 18 Uhr moderieren zwei Menschen der Stadtpraxis nach Sylvia Kolk die Verbundenheitsmeditation.

Liebe Freund*innen von MeditationForFuture-OWL,

am kommenden Sonntag, dem 09.02.2020,  von 11:00 – 12:00 Uhr treffen wir uns wieder im Nordpark (neben dem Café) zu unserer monatlichen

Gehmeditation auf und für Mutter Erde.

Dieses Mal verbinden wir unser achtsames Gehen mit dem achtsamen Müll-Sammeln. Damit möchten wir der Erde den Respekt zollen, den sie verdient.

Denn wir alle sind Kinder dieser Erde. 

Bitte bringt also außer der obligatorischen wetterfesten Kleidung auch einen Müllsammelbeutel und Handschuhe mit.

Ihr seid eingeladen, diese Einladung an alle interessierten Menschen weiterzuleiten.

Wir freuen uns auf unser Kennenlernen / Wiedersehen!

Mit herzlichen Grüßen

Doris & Klaus

Newsletter zum Klima von Evolve

 

Die Klimakrise ist allgegenwärtig, fast schon ein Klischee. Aber was liegt unter ihrer Oberfläche? Gibt es Perspektiven, die hier einen neuen Blick erschließen, vielleicht auch einen Blick, der unsere übliche Sicht auf diese Krise infrage stellt? Wir haben in dieser Ausgabe von evolve versucht zu untersuchen, was die Klimakrise mit unserer Kultur und mit unserer Zivilisation zu tun hat. Denn, wenn wir beginnen, unsere tiefen kulturellen Gewohnheiten zu sehen, mit denen wir unsere Welt betrachten und mit denen wir unserem Planeten begegnen, dann werden überraschend neue Möglichkeiten sichtbar, miteinander und mit allen anderen Lebensformen der Erde zu leben. Das Wort Klimahysterie wurde ja zum Unwort des Jahres gewählt, aber was bedeutet es eigentlich, keine hysterische Reaktion auf den Klimanotstand zu haben? In meinem Leitartikel stelle ich eine vielleicht ungewöhnliche Frage: Kann der globale Kollaps, den wir gerade durchleben, für uns ein Lehrer sein? Und wenn ja, was will er/sie uns lehren?  Vielleicht drängt der Kollaps uns zu einem radikal neuen Verständnis, wer wir als Menschen eigentlich sind. 

Die Systemdenkerin Nora Bateson spricht in dieser Ausgabe von evolve davon, dass zu einer wirklichen Antwort auf die ökologische Krise auch nötig ist, unser Eingebundensein in vielfältige Lebensprozesse neu zu erkennen, ins Gespräch zu bringen und zu gestalten. Für Daniel Christian Wahl braucht diese Antwort mehr als die allgemein geforderte Nachhaltigkeit. Er spricht von neuen „regenerativen Kulturen“, die bereits am Entstehen sind, einem globalen Netzwerk regionaler Kulturen, in dem Menschen ihre Kreativität bewusst mit den lebensfördernden Kräften ihrer Regionen verbinden.

Joan Macy, die heute 90-jährige Mitbegründerin und Grand Dame der Tiefenökologie nennt die neue Qualität „mitempfindende Verbundenheit“. Es sind unsere Intimität mit dem Leben, unser Mitfühlen mit dem Schmerz der Erde und unsere tätige Hoffnung, die, so Joan Macy, zu einer neuen Integration von Mensch und Erde, Natur und Kultur führen werden.
Weitere Beiträge in der neuen evolve sind von und mit Timo Luthmann, der Aktivismus und Spiritualität verbindet, Karen O’Brian, Satish Kumar, der für eine „ehrerbietende Ökologie“ steht, Elizabeth Debold, Mike Kauschke, Nadja Rosmann und anderen. Einen ersten Einblick in evolve 25 geben das Inhaltsverzeichnis und das Editorial sowie ein Auszug aus meinem Leitartikel „Der globale Kollaps als unser Lehrer – auf dem Weg zu einem Homo interbeing„.

Es war uns von Anfang an klar, dass wir für die künstlerische Gestaltung dieser Ausgabe einen Land-Art Künstler suchen. Mit NILS-UDO ist es uns gelungen, einen der Pioniere und der wirklich großen Land-Art Künstler für uns zu gewinnen. Aufgewachsen auf dem Land, hat NILS-UDO schon früh prägende Erfahrungen mit der Natur gemacht. Nach einigen Jahren, in denen er sich in Paris der Malerei widmete, lebt er mittlerweile wieder in Oberbayern. Buchstäblich von einem Tag auf den anderen beschloss er, in die Natur zu gehen und mit und in ihr zu arbeiten. Die Natur selbst, so NILS-UDO, ist das Kunstwerk. 

Wenn du in den Dialog mit anderen evolve Leserinnen und Lesern eintreten und die Inspirationen der aktuellen Ausgabe des Magazins im gemeinsamen Gespräch verdichten möchtest, dann laden wir dich herzlich zu unseren evolve Salons ein. Sie finden in knapp 30 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt (hier mehr Infos und die aktuellen Termine).   

evolve Magazin für Bewusstsein und Kultur | emerge bewusstseinskultur e.V. kontakt@evolve-magazin.de   |  www.evolve-magazin.de  Kirchgartenstr. 3, 60439 Frankfurt