Weltheilungsmeditation zum Jahresende

Auch dieses Jahr finden sich wieder Millionen Menschen weltweit in vielen Städten, in vielen Ländern zusammen, um am letzten Tag des Jahres den “World Healing Day”, den Weltheilungstag zu begehen und ihre Gedanken auf den Frieden in der Welt zu richten. Diese Initiative gilt als eine der größten Gebetsaktionen der Welt.

Ins Leben gerufen wurde diese Bewegung von John Randolph Price und seiner Frau Jan, Präsident der Stiftung “ The Quartus Foundation” mit Hauptsitz in Boerne, Texas, USA.

Die Quartus Foundation (http://www.quartus.org/world-healing-day/) ist ihrer Natur nach ein Bestandteil der Strömungen undogmatischen Christentums, die im letzten Jahrhundert vor allem in den Neuenglandstaaten an der Ostküste der USA entstanden sind.

In Bielefeld wird seit 1988 an jedem 31. Dezember (Silvester) die “Weltheilungsmeditation” von einer Gruppe interessierter Menschen veranstaltet.  Dieses Jahr findet diese Meditation, die einem von der Quartus-Foundation vorgeschlagenen (ins Deutsche übersetzten) Text folgt, im Zentrum für Yoga und Buddhismus, Oelmühlenstr. 13 (Hinterhaus)  um 12.30 Uhr mittags statt (Raumöffnung um 12.00 Uhr). Der Beginn ist pünktlich, da wir uns nach einer Einleitung in den weltweiten Meditationskreis einschwingen wollen, der – zeitgleich – für uns um 13.00 Uhr beginnt (12.00 Uhr Greenwich-Zeit).

Diese Weltheilungsmeditation, die wir dieses Jahr zum 31. Mal veranstalten,  ist eine kraftvolle Ausrichtung unserer Gedanken auf Frieden und Heilung in der Welt, ohne die – so glauben wir, wie viele andere – wirklicher Friede in der Welt nicht zu schaffen ist.  Natürlich kann jeder für sich allein diesen Weltheilungstag begehen, die Gedanken-Kraft vervielfältigt sich jedoch in der Gruppe. Wir freuen uns daher über alle, die am 31. Dezember 2019 mit uns zusammen im Zentrum für Yoga und Buddhismus meditieren wollen.

Informationen: Gisela Grah-Kautzky Tel. (0521)10 95 75

MeditationForFuture bundesweit

Es gibt übrigens eine bundesweite Seite, die Meditationsangebote zum KlimaKontext anzeigt – das geht über eine App; noch ist es ziemlich übersichtlich, das Angebot, aber: Der erste Schritt ist gemacht, vielen Dank an Michael Gerstenmayer für die Initiative

Es bleibt zu hoffen, dass es auf der Karte ganz bald nur so wimmelt von gelben Punkten, die anzeigen, wo überall, in diesem Fall noch ausschließlich buddhistische, Meditationen im Klima-Kontext angeboten werden.

Wie das ganze funtioniert beschreibt der Initiator so:
die app funktioniert ganz einfach. gehe freitags auf die karte, klicke auf der karte deinen standort an. du siehst dann alle leute die auch an diesem tag meditieren. das schafft verbindung, und man ist nicht alleine mit seinen bemühungen. viele leute haben ja nicht soviel zeit oder wohnen weiter entfernt von einer gruppe. dann ist es schön trotzdem gemeinsam zu meditieren.

Hier geht’s zur Homapge: http://meditationforfuture.com/index.html

Texte von Thich Nhat Hanh

Diese Texte haben wir bei den Meditationen am 20.09. teilweise zu Beginn gehört.

In jeder Person gibt es mindestens 3 Persönlichkeiten: Die Kämpferin, die Weise, die Künstlerin. Das ist wichtig. Die Künstlerin kann die Frische, den Sinn des Lebens, die Freude verkörpern; die Weise, die Ruhe, die Klarheit, die tiefe Einsicht und die Kämpferin ist die, die entschlossen voranschreitet. Wir sollten alle drei Persönlichkeiten in uns mobilisieren und keine sterben oder schwach werden lassen. Wenn sie Friedensaktivist, soziale Aktivistin sind (…), sollten Sie wissen, wie Sie diese drei Personen in sich kultivieren können. (…) Wir sollten uns nicht zu einsam fühlen. Die Versuchung ist immer da, die Versuchung zu verzweifeln. Aber wenn die Weise und die Künstlerin in uns lebendig sind, dann wird die Kämpferin die Richtung, die zu gehen ist, genau wissen.“

aus:Thich Nhat Hanh, Achtsam leben – wie geht das denn?, Berlin 2005, S. 37 +3)

Once we see that something needs to be done, we must take action. Seeing and action go together. Otherwise, what is the use of action?“

(aus: Thich Nhat Hanh: At home in the world, Berkeley 2016, S. 56)

Übersetzung:

„Sobald wir erkennen, dass etwas getan werden muß, müssen wir handeln. Sehen und Handeln müssen zusammengehen. Was sonst ist der Sinn des Erkennens?“